Auslandskrankenversicherung für Studenten

Heute wollen wir uns von Soomy einmal der Auslandskrankenversicherung für Studenten widmen. Ist das auch Abzocke oder ist diese Absicherung empfehlenswert? Eine Frage, die gar nicht immer so einfach zu beantworten ist. Laut Soomy sind ein Großteil der Versicherungen nur reine Abzocke und vollkommen sinnlos. Ob das für die Auslandskrankenversicherung bei Studenten auch zutrifft, wollen wir einmal im Folgenden beantworten.

Die deutschen Unis schneiden im internationalen Vergleich immer schlechter ab. Logische Konsequenz aus dem Versagen der Politik: Immer mehr Studenten gehen ins Ausland. Ob nun für ein Semester oder für das gesamte Studium, hängt dabei von den finanziellen Möglichkeiten ab. Was diesen Gedanken anheizt ist nicht nur das immer schlechter werden Bildung System in Deutschland, sondern auch das Problem bei der Wohnungssuche. Bezahlbarer Wohnraum für Studenten steht kaum zur Verfügung. Studenten aus Deutschland gehen am liebsten nach Österreich, England oder in die Niederlande. 2013 waren es knapp 135.000 Studenten, die lieber im Ausland das Glück versuchen wollten. Eine Auslandskrankenversicherung wird dann grundsätzlich von vielen empfohlen. Soomy hat das einmal recherchiert.

Wie Sinnvoll ist die Auslandskrankenversicherung Studenten

Da wir von Soomy keine Versicherungen verkaufen oder vermitteln, können wir ganz offen sein. Ein Punkt, den sich sonst kein anderer Ratgeber leisten kann. Wer sich für Europa als Studienort entscheidet, benötigt im Grunde keine Auslandskrankenversicherung für Studenten. Das gilt also für alle die nach Österreich, in die Niederlande oder nach England gehen wollen. Eine Auslandskrankenversicherung ist in diesem Fall sinnlos, wird aber gerne von den Versicherungen verkauft. Auch immer mehr Webseiten raten dazu. Bei Abschluss winken hohe Provisionen und die möchte sich im Internet keiner entgehen lassen. Die gesetzliche Krankenkasse in Deutschland ist auch in Europa zuständig. Allerdings gibt es mitunter auch Einschränkungen. Die heimische Krankenkasse kommt nicht für sämtliche Kosten auf. Ein medizinisch notwendiger Rücktransport wird in den Grundleistungen nicht übernommen. Mit der gesetzlichen Absicherung aus Deutschland besteht aber grundsätzlich in anderen europäischen Ländern ein Anspruch auf die üblichen Sachleistungen, die vor Ort vorgeschrieben sind. Studenten, die also nach Österreich, Frankreich oder England gehen, müssen also keine Einschränkungen fürchten, laut Soomy. Eine Auslandskrankenversicherung für Studenten macht damit keinen Sinn. Die 30 – 50 Euro zusätzlich pro Monat können besser gespart werden. Anders könnte das Aussehen, wenn der Studienaufenthalt einen nach Tschechien, Ungarn oder andere ehemalige Ostblockländer in der EU zieht. Auch hier gilt natürlich der heimische Schutz der Krankenversicherung. Eine Auslandskrankenversicherung für Studenten ist also nicht grundsätzlich notwendig. Allerdings gilt der normale Schutz immer mit der Auflage „Leistungen, die im Aufenthaltsort üblich sind …“ In einigen osteuropäischen Ländern können die medizinischen Leistungen deutlich eingeschränkt sein. Dann kann unter Umständen eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung Sinn machen. Allerdings müssen Studenten bei Inanspruchnahme zunächst in Vorleistung gehen.

Abklärung mit der gesetzlichen Krankenversicherung

Studenten sollten aber grundsätzlich zuvor mit der gesetzlichen Krankenversicherung Rücksprache halten, wenn ein längerer Studienaufenthalt geplant ist!

Soomy - Merke

Wer in Ländern der EU studieren möchte, benötigt grundsätzlich keine Auslandskrankenversicherung für Studenten! Möglich macht das ein Sozialversicherungsabkommen in Europa. Allerdings werden grundsätzlich nur die Leistungen übernommen, die im Aufenthaltsland üblich sind. Diese können sich unter Umständen von den medizinischen Grundleistungen in Deutschland unterscheiden.

Studieren außerhalb der EU

Ganz anders sieht es jedoch aus, wenn das Studium in einem Land außerhalb der EU erfolgen soll. Hier raten wir von Soomy zu einer Auslandskrankenversicherung für Studenten. Ein Sozialversicherungsabkommen gibt es nicht. Zu beachten gibt es bei der Auslandskrankenversicherung allerdings vorab einige wichtige Punkte. In der Regel werden Vorerkrankungen von der Leistung ausgeschlossen. Darunter können auch schon bereits bestehende Schwangerschaften fallen. Ein Blick in die Karenzzeiten (Wartezeiten) ist sinnvoll. Somit werden für chronische Krankheiten oder bestehende Behinderungen auch mit einer Auslandskrankenversicherung für Studenten keine Leistungen übernommen. Bei einem kurzfristen Studienaufenthalt ist eine Gesundheitsprüfung nicht erforderlich. Soll aber länger vor Ort studiert werden, kann diese unter Umständen notwendig werden.

Krankenversicherung im Ausland

Gesetzliche Krankenversicherung springt ein!

Sofern Behinderungen vorliegen oder chronische Erkrankungen, die als Leistungsausschluss in der Auslandskrankenversicherung für Studenten gelten, springt die heimische Krankenkasse ein. In diesem Fall ist die gesetzliche Krankenkasse verpflichtet (auch bei einem Aufenthalt außerhalb der EU) die Kosten für notwendige Behandlungen zu übernehmen. Hierzu müssen Sie aber die Krankenkasse rechtzeitig über das Auslandsstudium informieren.

Soomy Fazit zur Auslandskrankenversicherung

Die Auslandskrankenversicherung für Studenten ist nicht immer sinnvoll, wie Soomy weiß. Wer in Europa studieren möchte, sollte Rücksprache mit seiner jetzigen Krankenversicherung halten. Erst dann lässt sich klären, ob eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung wirklich Sinn macht. Für Aufenthalte über die EU-Grenzen hinaus, sollte ganz klar eine zusätzliche Krankenversicherung bestehen.